Stuttgarter Kajak- Club e.V. 

 

Home
Nach oben
75 J Heslach
HalloKinder2004
Schneefahrt2004
Inselbad 2003
TÄK 2003
Frühjahr 2003
Anpaddeln2003
TÄK Main
250-Jubiläum
Rennsport1997
ArcticCanoeRace
Neuseeland
Sommer 1985
Kanada 1982
Norwegen1979
Kanada 1976
Ceyhan-Türkei
Wildwasser
Gute-alte-Zeit
ZuDenWurzeln

 

Zum 250. Jubiläum

 

 

Wie attraktiv muß die Strecke sein, die so häufig befahren wird? (Natürlich innerhalb einiger Jahre, Stand April 1999).

Zuerst muß sie wesentliche Anforderungen erfüllen: erreichbar per Fahrrad oder ÖPNV, (fast) ganzjährig befahrbar, keine Umtragestellen, die “richtige” Streckenlänge besitzen, landschaftlich ansprechend und zudem vor künftigen Verbauungen geschützt sein (gerade hier haben unsere Lieblingsstrecken Federn lassen müssen, aber das ist ein anderes Thema). Ihr habt es erraten, es kann sich nur um unseren Hausbach Neckar von Mühlhausen bis Bad Cannstatt handeln!

In Zahlen von km 176,5 bis 182,5 flußaufwärts und wieder zurück, wobei letztere immer die schnellere Strecke ist. Natürlich wegen der Strömung (kaum zu glauben), oder auch, weil man warm gepaddelt ist.

 

Mit dieser Strecke erlebe ich den Rhythmus der Jahreszeiten: die letzte T-Shirt-fahrt des Jahres schon mal im November, die erste selten im Februar. Treibeis ist selten, kommt aber vor. Anfang und Ende des Winters sind zu erkennen an der Sitzisolierung mit Hilfe eines Liegemattenstücks. Im Herbst und Winter bin ich erstaunt, wie klar das Wasser ist. Besonders im Frühling, wenn nach den viel zu langen Winternmonaten alles grünt, halte ich es bei gutem Wetter nicht zu Hause aus und entfliehe für 80 Minuten dem Alltag. Solange brauchts für eine gemütliche Runde. Schon beim “Golden Gatele” laß ich die Gedanken ziehen, der Neckar wandelt sich zum Tornionjoki, das Verkehrsrauschen zum patagonischen Wind.

 

Beim Ruderclub denke ich an ein kleines Rennen mit den Ruderern - das klappt nur auf kurzer Strecke und nur dann, wenn die “Berta Epple” jene Wellen macht, die die Ruderer aussitzen müssen. Den Paddler freut’s, und für kurze Zeit fährt man an allen vorbei! Damit es nicht langweilig wird, wechseln nun die Eindrücke entlang der Strecke: wer auf moderne Industriearchitektur steht, kommt in Münster auf seine Kosten. Andererseits ist gerade hier gut zu beobachten, wie die renaturierten Ufer langsam zuwachsen und der häßliche Eindruck des eingefaßten Flusses verschwindet.

 

Spätestens auf der Höhe “unseres” Hallenbades wird die Strömung bei gutem Wasserstand stärker. Paddeln durch die Großstadt ist geboten, bis zum Wendepunkt ist der Fluß in das Korsett der hochgemauerten Ufer gesperrt.

Das Ganze zurück, Rückenwind wird zu Gegenwind. Es gibt Tage, da wechselt die Windrichtung hinter jeder Kurve. Nach weiteren 40 Minuten bin ich wieder in Mühlhausen, um feststellen zu können “ ...gut, daß ich mich aufgerafft habe!”

Bis zum nächsten Mal.

Werner Hinz

 

 

Home Nach oben 75 J Heslach HalloKinder2004 Schneefahrt2004 Inselbad 2003 TÄK 2003 Frühjahr 2003 Anpaddeln2003 TÄK Main 250-Jubiläum Rennsport1997 ArcticCanoeRace Neuseeland Sommer 1985 Kanada 1982 Norwegen1979 Kanada 1976 Ceyhan-Türkei Wildwasser Gute-alte-Zeit ZuDenWurzeln