Vereinsausfahrt auf Naab und Regen (19. – 21. August 2011) Eine
Paddelausfahrt ins Fränkische / Bayrische zu organisieren, kann nur unser
Herbert. Ein Teil seiner Jugendzeit erlebte Herbert in dieser Gegend und so
dürfen wir Kanuten vom StKC diese schöne Landschaft von Regen und Naab
genießen. Am Freitag fuhren 11 Kanuten bei herrlichem Sonnenschein an die
Naab nach Krachenhausen und bezogen Quartier in der Gaststätte Birnthaler.
Wir Senioren kommen langsam in einen Zeitabschnitt, in dem wir ein schönes,
weiches Bett einer Luftmatratze am Boden vorziehen. Mit von der Partie waren
noch 4 Kanuten aus Karlsruhe, die schon einige Male beim StKC mitfuhren.
Unsere erste Fahrt startete nach einem kleinen Imbiss direkt von der
Gaststätte Naab abwärts. Das Zehnerle mit 5 Paddlern und 2 Paddlerinnen war
optimal besetzt und gleitete an lieblichen, bewaldeten Uferhängen vorbei.
Jede Naabkurve öffnete einen neuen Blick. Die Wehre mussten wir teilweise
umtragen; da war die Kraft der Männer gefragt, um das Zehnerle über Land zu
bewegen.

Die Naab wurde früher von Schiffen befahren und die alten zerfallenen
Schleusen zeugen von dieser Zeit. Die Schiffe beförderten Eisenerz und Salz,
und bis 1964 gab es sogar eine Personenschifffahrt von Regensburg nach
Kallmünz. In meinem Flussführer von 1961 ist folgendes zu lesen: „Ebenwies:
Es wird empfohlen, die Schleuse zu benutzen. Schleusenwärter wohnt auf der
Insel und ist paddlerfreundlich (kleines Trinkgeld)" – So war noch die
„alte, gute Paddlerzeit"! Wir fuhren bis zur Mündung in die Donau, wo uns
die Autofahrerinnen oder Shuttle-Bunnies mit Anhänger erwarteten. Am
Samstagmorgen kamen noch Constanze und Ulf hinzu, und wir paddelten den
Regen von Reichenbach bis Ramspau. Das ist eine schöne Strecke; die
Uferhänge wechselten sich ab von Wald bis zur Trockenheide mit hohen
Kalkfelsen. Abends wurde im Gasthaus Birnthaler deftig bayrisch gegessen:
Schweinshaxen oder Schweinebraten mit Knödeln.

Am Sonntag führte uns Herbert nicht in die Kirche, sondern in Gottes freier
Natur auf die Naab bei Katzdorf. Die Sonne lachte, und wie kann das Paddeln
schöner sein als hier auf diesem Bach und bei guter Laune im Zehnerle. Der
Ausstieg war Krachenhausen bei unserer Gaststätte. Nachdem unser Zehnerle
wieder fest auf den Anhänger verzurrt war, genossen wir noch eine bayrische
Mahlzeit, bevor wir uns auf die Heimfahrt Richtung Stuttgart machten.

Herbert, vielen Dank für die super Organisation, du darfst es wieder machen,
aber das nächste Mal mit einer weiteren handbreit Wasser unter dem Kiel!
Ahoi!!
Gerd